Rapid Mag 350, CH 1946 / Das letzte komplet in der Schweiz hergestellte Auto

Das letzte komplet in der Schweiz hergestellte Auto!

Standort: geplant 1. OG Halle Strassenverkehr

Der Erfinder des „Volkswagens“?
Josef Ganz (1898 – 1967) ist ein streitbarer Zeitgenosse, stets unbequem, kritisch und abseits der Norm. Er propagiert früh den Heckmotor, ein zentrales Rahmenrohr und Vollschwingachsen. Seine Vision ist zudem ein massentauglicher „Volkswagen“. Nach der Machtübernahme Hitlers 1933 emigriert der Jude Ganz in die Schweiz.

Subventionierte Entwicklung
Nach Kriegsende soll mit Hilfe öffentlicher Gelder beim Landmaschinenhersteller Rapid die Produktion eines Minimalautos aufgezogen werden. Bereits 1944 starten die Vorarbeiten. Die Konstruktion von Ganz wird nur in Details überarbeitet und mit einem unkonventionellen Gegenkolbenmotor der Genfer Firma M.A.G. versehen.

Kein Auto aus der Mäher-Fabrik
Bis 1947 werden nur 36 Vorserienwagen gebaut, dann kommt das Aus. Schweizer, die sich ein Auto leisten können, greifen lieber auf bewährte ausländische Fabrikate zurück, die über ein Servicenetz verfügen und denen nicht das Image des Landmaschinenherstellers nachhängt, für das Rapid berühmt und in seinem Kerngeschäft beliebt ist.

Fakten aus MuseumPlus

Josef Ganz. Der unbekannte VW-Käfer-Erfinder

Unter dem Titel «Josef Ganz. Der unbekannte VW-Käfer-Erfinder» hat das Nachrichten-Magazin 10vor10 gestern am 10.9.2020 einen Bericht gesendet, der auch im VHS gedreht wurde. Das von ihm entwickelte Auto – ein Standard Superior – befindet sich neu der Ausstellung Strassenverkehr im ersten OG. 

Der Film über Josef Ganz «Ganz – How I Lost My Beetle» wurde 12.9.2020 im Verkehrshaus Filmtheater gezeigt.

 

Zum Film : Ganz – How I lost my Beetle

Josef Ganz, Autoingenieur und Herausgeber der Fachzeitschrift Motor-Kritik, überraschte Deutschland, als er 1932 in einem revolutionären Kleinwagen erschien. Es war sein Traum: ein leichtes und wendiges Auto, das sich jeder leisten kann. Hitler, gerade an die Macht gekommen, teilte seinen Traum. Nur, dass es in Hitler-Deutschland keinen Platz für den jüdischen Erfinder Ganz gab.
Dies ist die Geschichte des Mannes, dessen Entwürfe und Ideen zur Erfindung des Volkswagen Käfers führten, der aber letztendlich alles verloren hat. In dem Film erwecken Ganz‘ Familie und seine Bewunderer sein verlorenes Erbe wieder zum Leben.

Trailer vom Film

Josef Ganz mit seinem Standard Superior 1930s

Der Superior ist ein Kleinwagen mit Zentralrohrrahmen, Mittelmotor und Stromlinien-Karosserie aus Holz. Er wurde von der Standard Fahrzeugfabrik GmbH in Ludwigburg bei Stuttgart von 1933 bis 1935 in ca. 500 Exemplaren gebaut und „der schnellste und blilligste deutsche Volkswagen“ genannt, bis dieser Begriff nur noch für den vvon Hitler propagierten „Käfer“ verwendet werden durfte.

Entwickelt wurde der Superior von dem in Budapest geborenen Josef Ganz (1898 – 1967). Patentstreitigkeiten mit dem tschechoslowakischen Hersteller Tatra beendeten 1935 die Produktion, lange bevor Ganz 1941 in letzter Instanz doch noch Recht bekam.

2-Zylinder, 2-Takt /12 PS / 450 kg / 2 Plätze

 

 

Bild Eingangshalle 11.09.20:

v.v.n.h.: Rapid MAG 350, CH 1946/ Standard Superior, D 1933 / VW Käfer

Dazu passen folgende Beiträge:

Die Paletten-Geschichte

Mit einem Artikel über die Bedeutung der Standardpalette lancierten die SBB im Februar 1951 die Diskussion über die Standardisierung und Technisierung des Warenflusses. Dies geschah nicht ganz freiwillig: In den 1950er Jahren intensivierte sich europaweit der Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse. Die Bahnen brauchten dringend ein «Kampfmittel», um konkurrenzfähig zu bleiben.

Text Lorenz von Felten

Im Auftrag des «Bureau international des containers» organisierte im April 1951 der «Verein Verkehrshaus der Schweiz» in Zürich die Internationale Container-Ausstellung für den Erfahrungsaustausch. Sie bot einen Überblick über den «gegenwärtigen Stand des Behälter-, Kübel- und Kistenverkehrs», wie später im SBB-Nachrichtenblatt zu lesen war. Inspiriert von der Ausstellung führten die SBB bereits im Sommer 1951 in ihren Güterhallen von Bern, Luzern und Zürich Versuche mit der Palette durch.

SBB produziert Werbefilm
Um den standardisierten Warentransport durchzusetzen, rührten die SBB kräftig die Werbetrommel. Kernstück der Kampagne war der selbst produzierte Film «Die SBB Standardpalette». Darin sieht man die Verkettung von Produktion, Lagerung und Transport. Mit rollenden Zügen, kurvenden Gabelstaplern sowie geschickten Angestellten mit Paletten-Rollis wird ein Bild vom stetigen Warenfluss inszeniert. Die Anstrengungen der SBB waren erfolgreich: 1953 zirkulierten 16000 Paletten in der Schweiz; 1962 waren es bereits eine Million!


Zusatzinfos:

Heute sind diese schweizerischen Paletten Teil der 600 Millionen EPAL-Paletten und somit des grössten Palettenaustauschsystem weltweit. Defekte Paletten werden repariert und wiederverwendet (u.A. zu Möbeln aus Paeltten -> Paletten-Stuhl im Shop erhältlich)

Für unseren Palettenhafen auf der Arena wurden 1832 EPAL- Paletten aus Schweizer Holz verbaut. Holz ist eine erneuerbare Recoure, das wollen wir mit mit den 300 Bäume zeigen, welche gepflanzt wurden und so für das Nachwachsen des Holzes unserer Paletten stehen.

 

 

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