Rega-Challenger HB-JRA ist im Verkehrshaus gelandet!

Der Challenger HB-JRA stand insgesamt während 20’950 Flugstunden im Einsatz, das ist weltweit ein absoluter Rekord für diesen Flugzeugtyp. Am 8. März 2019 trat „Chally“ zu seiner letzten Reise an. Wie 1975 die CV-990 Coronado der Swissair, wurde der Rega-Jet auf dem Seeweg nach Luzern ins Verkehrshaus transportiert und heute installiert.

Fotos und Informationen zum Transport auf unserer Website

Infos zum Betrieb und weitere Geschichten folgen

Faktenblatt_Ambulanzjet

.

Die letze Landung des Rega-Challengers HB-JRA

Quelle: planespotters.net 

Während der 16-jährigen Einsatzzeit konnten Patienten rund um den Globus auf die Hilfe des „Challys“ HB-JRA mit seinen Crews zählen. Auf seinem letzten Flug ging es nicht so weit: Nach dem Start holte der CL-604 weit über den westlichen Alpen aus, um sich trotz ruppigem Föhn über dem Berner Oberland für den Anflug auf den Militärflugplatz Alpnach bereit zu machen.

Die Rega ersetzt ihre drei ab 2002 eingesetzten CL-604 Challenger im Jahr 2018 mit drei modernen Challenger 650. Am 17. April wurde im Rega-Center in Zürich mit dem HB-JWA der erste von drei Bombardier Challenger 650 offiziell in Empfang genommen. Während die beiden Challenger HB-JRB und HB_JRC nach dem Dienst für die Rega für den Weiterbetrieb bei der Luftwaffe vorgesehen sind, stellt die Rega mit dem HB-JRA ihren dienstältesten Challenger dem Verkehrshaus der Schweiz zur Verfügung – als Dank für die Unterstützung durch die Schweizer Bevölkerung.

 

 

 

Quelle: skynews.ch / VHS intern

Pilatus PC-6 Porter, Yeti

… ist nicht nur ein Ungeheuer,

… sondern auch ein robustes Mehrzweckflugzeug mit Kurzstart- und –landeeigenschaften.

… der Yeti stellte einen Weltrekord für die höchste Landung eines Flächenflugzeuges.
… Er wurde 1960 im Himalaya bei der Erstbesteigung des Dhaulagiri eingesetzt. Die Expedition wurde von Max Eiselin aus Luzern (ehem. Eiselin Sport) organisiert.
… Das Flugzeug transportiere Alpinisten und ihre Ausrüstung ins Basislager 2 auf 5’750 Metern.

 

Fakten aus MuseumPlus

Luftschiffstation Luzern

Der erste Zeppelinbesuch und seine Folgen

Es war der 1. Juli 1908 als erstmals ein lenkbares Luftschiff am Himmel über Luzern schwebte. Der LZ 4 – ein Zeppelin mit 15 Mann Besatzung – machte seine berühmte Reise durch die Schweiz. Ein Beobachter schildert das Ereignis wie folgt:

„Ich erinnere mich noch gut, wie wir durch das ungewohnte Motorengeräusch vom Mittagessen aufgescheucht auf das Hausdach rannten, um das Wunder der fliegenden Riesenzigarre beinahe andächtig zu bestaunen.“

Das Luzerner Tagblatt schrieb:

„Durch sein plötzliches Erscheinen über Luzern hat der kühne Graf in allen vier Ecken des Erdballs auf unsere Stadt aufmerksam gemacht, was, abgesehen von der welthistorischen Bedeutung des Ereignisses, sehr wohl das Danktelegramm des Grossen Stadtrates wert war.“

Dieser Besuch war ein historischer Moment und die Frage „Zeppelin gesehen?“ war überall zu hören. Die Neugier und das Interesse war endgültig geweckt. Das Kurkomitee verhandelte mit der französischen Compagnie transaérinne „Astra“ die Luftschiffstation in Luzern und die damit verbunden Ausflugsrunden zu errichten.

Nutzung

Die Eröffnung der „Ersten Schweizerischen Luftschiffstation“ fand am 24. Juli 1910 statt. Um 11:30 Uhr wurden die Halteseile des Zeppelins „ville de Lucerne“ losgelassen. Sogar in den Nachbarländern sorgte das für Beachtung. Die Zürcherische Freitagszeitung schrieb:

“ …Man kann es nur mit der Einweihung der ersten Eisenbahn auf Schweizer Boden vergleichen. …Luzern hat das Glück Ausgangspunkt dieser neuen und grandiosen Errungenschaft des modernen Verkehrs in der Schweiz zu sein.“

Die „Alpine Luftfahrt“ wurde gezielt als touristisches Symbol eingesetzt, um mehr Gäste nach Luzern zu bringen.

Nach glänzenden Erfolgen in den Eröffnungswochen stellten sich bald betriebstechnische Schwierigkeiten auf. Die französische Gesellschaft konnte die gestellten Erwartungen nicht mehr Erfüllen. Die Aero-Genossenschaft kündete den Vertrag und verfasste einen neuen mit der Luftverkehrgesellschaft Berlin, welche auch nicht lange hielt.

Im Sommer 1912 beeinträchtigte die schlechte Witterung den Flugverkehr so stark, der Betrieb in finanzielle Schieflage geriet und der Betrieb eingestellt werden musste.

Nun flogen nur noch Flugzeuge. Das Tribschenmoos wurde dank zahlreichen Flugmeetings zum Treffpunkt für Flugbegeisterte. Doch der erste Weltkrieg setzte dem Ganzen ein abruptes Ende.

Wiederverwendung

1910 bis 1914 wurde die Luftschiffhalle auch anderweitig genutzt. Im Winter tummelten Hunderte von Luzernern auf dem grossen Eisfeld im Inneren der Halle. Im Sommer 1913 fand das Gedenkkonzert von Richard Wagner mit 150 Musikern und 5’000 Besuchern statt.

Nach ein paar Jahren hat die Halle aber bereits bedeutende Schäden. Wegen zu hoher Kosten für die Reparatur oder gar einen Wiederaufbau liess man die Halle so stehen.

In den Kriegs- & Nachkriegsjahren lagerten die Eidg. Etappenverwaltung Heu und Stroh.

Abbruch

Die Halle stand 1920 schon wieder leer, der Zustand hat sich noch weiter verschlechtert und niemand zeigte mehr Interesse daran. Ein Jahr später kam das endgültige Ende der stolzen Luftschiffhalle: Versteigert für 10’000 Franken und anschliessend komplett abgebrochen. Das Luzerner Tagblatt schrieb:

“ …Während des Abbruchs zeigte sich erst recht, welch gewaltige Dimensionen dieses Bauwerk in sich trug und dass ein gleiches Gebäude innerhalb der Schweiz kaum zu finden sein wird.“

 

 

Weitere Informationen

Artikel „Luftschiffstation Luzern – vom Modell bis zur Eishalle“ im VHS-Magazin 12/5

Fakten aus MuseumPlus

Ausstellung Faszination Flughafen

… Einblick in die Flughafenlandschaft

… Der Flughafen Zürich sortiert täglich etwa 30’000 und an Spitzentage bis zu 50’000 Gepäckstücke. Diese Gepäcklogistik kann beim Gepäck-Sortier-Spiel entdeckt werden.

… Das Gepäck wir vor dem Flug gescannt und kontrolliert, ob keine Regeln verstossen worden sind. Zur Veranschaulichung dient das Sicherheitscheck-Spiel.

… Eine Lichtprojektion zeigt die Luftaufnahmen aller Starts und Landungen am Flughafen Züirch vom 31. Juli 2015 von 6-7 Uhr. Die Projektion ist im Massstab 1:1’000 und in einem 6-fachen Zeitraffer.

 

Historische Flughäfen

… 1948 wurde der Flughafen von Dübendorf nach Kloten verschoben. Das war einfacher als einen Bahnhof zu verschieben, weil ein Flughafen nur einen Start- & Zielort hat. Nach diesem Entscheid wurde der Flughafen in Dübendorf bis 2005 vorwiegend militärisch genutzt. Ausserdem wurde der Solarflieger Solar Impulse von Bertrand Piccard montiert und getestet. Der Bundesrat ernannte 2014 Dübendorf AG als zukünftiger Betreiber aller Anlager und Verantwortlicher für eine weiterhin aviatische Nutzung des historischen Ortes.

… Der Flughafen Zürich-Kloten war mit seiner halbförmigen Anordnung der Terminals & des Flugfeldes speziell und dafür beliebt. Seit den 1950er Jahren wurden keine Propellermaschinen sondern Jets eingesetzt.

 

… Der Flugzeugschlepptraktor Luise beförderte Flugzeuge von Typen DC-3 bis DC-9-51. Ihr Gewicht von 5.5 Tonnen war ausserordentlich hoch um schwere Flugzeuge bis zu 55 Tonnen sicher & präzise zu bewegen.

 

… Für besondere Bedürfnisse standen ab 1968 ein Swissair-Team aus 5 speziell ausgebildeten Groundhostessen zur Verfügung. Um Sie gut unterscheiden zu können, waren die Uniformen mit auffälligen Farben gestaltet.

 

… Die Fluggastbrücke dient den Passagieren als direkte, wettergeschützte Verbindung zwischen Abfertigungsgebäude und Flugzeug.

War von 1985 bis 2010 am Dock A, Gate 72 des Flughafens Zürich in Betrieb.

weitere Informationen

Zeitungsartikel der NZZ vom 14. Juni 2018

 

Fieseler Storch

… Pionier der Luftrettung

… Der Fieseler Storch war ein Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug, welches von den Deutschen im 2. Weltkrieg eingesetzt wurde.

… Der Flieger kann praktisch auf jedem Feld landen und starten.
… Dank festen Vorflügeln benötigt der Flieger nur 50 Meter Startrollstrecke um in der Luft zu sein.
… Zur Landung genügen sogar 20 Meter, weil er mit einer Minimalgeschwindigkeit von 45 km/h fliegen kann.
… Der Name „Storch“ kommt vom hochbeinigen, stelzenartigen Fahrgestell.

… Im November 1946 stürzte eine amerikanische Militärmaschine auf dem Gauligletscher. Zwei Piloten im Fieseler Storch schafften es die Opfer zu retten. In den Zeitungen wurden sie als „Helden vom Gauli“ betitelt. Es war die Geburtsstunde der Luftrettung.

weitere Informationen

Kurztext Luftrettung am Gauligletscher (Berneroberland) 1946

Zeitungsartikel der NZZ vom 14. Juni 2018

Artikel „Der Storch fliegt wieder“ im VHS-Magazin 16.26

Website des Vereins „Freunde des Fieseler Storch“

Im Verkehrsbuch der Schweiz auf den Seiten 144 bis 157 sind weitere Details zur Luftrettung.

Fakten aus MuseumPlus

Rega Helikopter Agusta A 109 K2

… eine fliegende Intensivstation 

… Die grosse Leistung der zwei Turbinen ermöglichten Einsätze in Hochgebirge.

… Im Notfall konnte die Maschine mit nur einem Triebwerk weiterfliegen, was bei der früher eingesetzten einmotorigen Alouette III nicht möglich war.

… Die medizinische Einrichtung wurde Teils von der Rega selber entwickelt und eingebaut.

… Der Nachfolger ist der Helikopter Agusta Westland Da Vinci, welcher immer noch im Einsatz ist.

Fakten aus MuseumPlus

Rega

update: Interview mit dem CEO der REGA in der NLZ zum Ausdrucken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anfangs wurden Flächenflugzeuge mit Skis anstelle von Rädern in den Gebirgen eingesetzt. Nach und nach lösten die Helikopter das Flächenflugzeug ab. Bei seiner Einführung in den 1950er-Jahren wurde der Helikopter für Rettungseinsätzen und Shows eingesetzt.

weitere Infos siehe Gebirgsluftfahrt

 

Gründung der Rega war am 27. April 1952. Heute leisten Sie über 10’000 Patienten medizinische Hilfe aus der Luft. Die Rega ist eine selbständige Stiftung mit über 3,4 Millionen Gönnern.

weitere Infos siehe Medizinische Hilfe aus der Luft

 

Die Helikopterflotte der Rega besteht aus…

…11 AgustaWestland Da Vinci (Vorgänger Helikopter Agusta A 109 K2)

für die Gebirgsbasen Untervaz, Locarno, St. Gallen, Erstfeld, Samedan, Wilderswil, Mollis und Zweisimmen

…6 Airbus Helicopters EC 145

für die Mittellandbasen Zürich, Basel, Bern und Lausanne

Die Helikopter werden in der Arbeitsluftfahrt eingesetzt, da sie vertikal starten & landen, in der Luft stehenbleiben und schwebende Lasten aufnehmen & absetzen können.

weitere Infos siehe Ereignisse und Informationen

 

Helikopterpiloten müssen eine aufwändige IFR-Ausbildung (Instrumentenflugverfahren) absolvieren. Auch nach Erhalt der Lizenz müssen die Rega-Piloten alle drei Monate Übungen im Flugsimulator absolvieren.

Das Low Flight Network ist eine Satellitennavigation basierend auf das schweizweite Netz aus Instrumentenflugrouten welches Flugplätze, Spitäler und Einsatzbasen der Rega verbindet.

weitere Infos siehe Informationen zur Rega

 

1 2 3 4 5