Die schweizer Hochseeflotte / Rettungsschiff der MS Carona

 

Die Geburtsstunde und Blütezeit der Schweizer Hochseeflotte

«Calanda» hiess das erste Schiff, das unter Schweizerflagge in See stach. Das war 1941. Der Bundesrat baute eine Hochseeflotte auf, um die Versorgung des Landes während des Krieges zu sichern. Trotz der neutralen Flagge gerieten manche Schiffe unter Beschuss, wenn auch irrtümlich. Nach dem Krieg übernahmen private Reedereien die Schiffe. Der Bund behielt sich aber das Recht vor, in Krisenzeiten auf die Flotte zurückgreifen zu können. Im Gegenzug gewährte er den Reedereien Bürgschaften. Mit 50 Hochseeschiffen war die Schweiz das Binnenland mit der grössten Hochseeflotte der Welt.

Weitere Informationen:

  1. Blogbeitrag von Jean-Luc Rickenbacher für das Schweizer Landesmuseum
  2. Beitrag von Jean-Luc Rickenbacher auf Watson
  3. Audiobeitrag von SRF in der Sendung Kontext vom 4.7.21 mit Infos von unserem Kurator Jean-Luc Rickenbacher (Dauer ca. 7 Min.)
  4. Passend im EG der Halle SST: Das Rettungsboot des schweizer Hochseeschiffes MS Carona + Vitrine
  5. Eintrag im MuseumPlus zum Rettungsboot des untergegangenen MS Carona:

Fakten aus MuseumPlus

Neue Ausstellung zum Dampfschiff Rigi + Logistik II (update: 23.6.)

Die neue Ausstellung zum DS Rigi und Logisitik II ist eröffnet!

Hier findet ihr dazu folgnede Informationen:

  1. MitarbeiterInfos zur Geschichten des DS Rigi (Aktualisiert: 01.04.21)
  2. Video-Rundgang von der Eröffnung (30 Minuten)
  3. Zeitstrahl das Leben von dem DS Rigi
  4. Beitrag im Verkehrshaus Magazin 44
  5. Die Rigi-Geschichte für Kinder (Dauer: 15:45)
  6. Handaparat im Dokumentationszentrum (update 23.6.)
  7. Eintrag im MuseumPlus

1. Mitarbeiterinfo-Blatt

mi_03_21_DS_Rigi

3. Zeitstrahl das Leben von dem DS Rigi

Zeitstrahl_Leben_Rigi

4. Beitrag im Verkehrshaus Magazin 44

VHS_Magazin_44_DS_Rigi

6. Handaparat im Dokumentationszentrum (update 23.6.)

Handapparat DS Rigi 2021_20210623mhi

7. Eintrag in MuseumPlus

Corona und die Logistik: die Versorgung im Krisenmodus (SRF Einstein)

Die Coronakrise zeigt auf, wie verletzbar unsere globalen Lieferketten sind. Wer sich mit dem Thema unserer Schwerpunktausstellung «Logistik erleben!» vertieft auseinandersetzen will, empfiehlt unser Kurator Jean-Luc Rickenbacher die aktuelle Ausgabe der Sendung «Einstein» auf SRF «Corona und die Logistik: die Versorgung im Krisenmodus»:

Niederbord-Güterwagen M6

Niederbord-Güterwagen M6 Nr. 67587 SBB 1912
Vielseitig belastbar

Güterwagen mit der Kennzeichnung M sind Niederbordwagen, deren Seitenwände weniger als 60 cm hoch und herabklappbar oder wegnehmbar sind. Sie verfügen über steckbare Haltestangen (Rungen) aus Holz oder Eisen zum Stützen der Ladung. Die SBB beschafften von 1905 bis 1920 total 1’070 Güterwagen des Typs M6. Diese wurden vor allem für den Transport von Steinen, Rundholz, Maschinen und schweren Kisten verwendet. Wegen ihrer ungenügenden Länge von 12,24 m verschwanden sie Anfang der 1970er-Jahre aus dem Regelverkehr. Einige überlebten als Dienstwagen bis Mitte der 1990er-Jahre. Der M6 Nr. 67587 wurde 1912 von der SIG Neuhausen gebaut und 1996 von der „Association 10264“, einer Gruppe von Freiwilligen, restauriert.

Infos zum Kniewagen auf dem Niederboden Güterwagen

Fakten aus MuseumPlus

Die Paletten-Geschichte

Mit einem Artikel über die Bedeutung der Standardpalette lancierten die SBB im Februar 1951 die Diskussion über die Standardisierung und Technisierung des Warenflusses. Dies geschah nicht ganz freiwillig: In den 1950er Jahren intensivierte sich europaweit der Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse. Die Bahnen brauchten dringend ein «Kampfmittel», um konkurrenzfähig zu bleiben.

Text Lorenz von Felten

Im Auftrag des «Bureau international des containers» organisierte im April 1951 der «Verein Verkehrshaus der Schweiz» in Zürich die Internationale Container-Ausstellung für den Erfahrungsaustausch. Sie bot einen Überblick über den «gegenwärtigen Stand des Behälter-, Kübel- und Kistenverkehrs», wie später im SBB-Nachrichtenblatt zu lesen war. Inspiriert von der Ausstellung führten die SBB bereits im Sommer 1951 in ihren Güterhallen von Bern, Luzern und Zürich Versuche mit der Palette durch.

SBB produziert Werbefilm
Um den standardisierten Warentransport durchzusetzen, rührten die SBB kräftig die Werbetrommel. Kernstück der Kampagne war der selbst produzierte Film «Die SBB Standardpalette». Darin sieht man die Verkettung von Produktion, Lagerung und Transport. Mit rollenden Zügen, kurvenden Gabelstaplern sowie geschickten Angestellten mit Paletten-Rollis wird ein Bild vom stetigen Warenfluss inszeniert. Die Anstrengungen der SBB waren erfolgreich: 1953 zirkulierten 16000 Paletten in der Schweiz; 1962 waren es bereits eine Million!


Zusatzinfos:

Heute sind diese schweizerischen Paletten Teil der 600 Millionen EPAL-Paletten und somit des grössten Palettenaustauschsystem weltweit. Defekte Paletten werden repariert und wiederverwendet (u.A. zu Möbeln aus Paeltten -> Paletten-Stuhl im Shop erhältlich)

Für unseren Palettenhafen auf der Arena wurden 1832 EPAL- Paletten aus Schweizer Holz verbaut. Holz ist eine erneuerbare Recoure, das wollen wir mit mit den 300 Bäume zeigen, welche gepflanzt wurden und so für das Nachwachsen des Holzes unserer Paletten stehen.