Die Paletten-Geschichte

Mit einem Artikel über die Bedeutung der Standardpalette lancierten die SBB im Februar 1951 die Diskussion über die Standardisierung und Technisierung des Warenflusses. Dies geschah nicht ganz freiwillig: In den 1950er Jahren intensivierte sich europaweit der Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse. Die Bahnen brauchten dringend ein «Kampfmittel», um konkurrenzfähig zu bleiben.

Text Lorenz von Felten

Im Auftrag des «Bureau international des containers» organisierte im April 1951 der «Verein Verkehrshaus der Schweiz» in Zürich die Internationale Container-Ausstellung für den Erfahrungsaustausch. Sie bot einen Überblick über den «gegenwärtigen Stand des Behälter-, Kübel- und Kistenverkehrs», wie später im SBB-Nachrichtenblatt zu lesen war. Inspiriert von der Ausstellung führten die SBB bereits im Sommer 1951 in ihren Güterhallen von Bern, Luzern und Zürich Versuche mit der Palette durch.

SBB produziert Werbefilm
Um den standardisierten Warentransport durchzusetzen, rührten die SBB kräftig die Werbetrommel. Kernstück der Kampagne war der selbst produzierte Film «Die SBB Standardpalette». Darin sieht man die Verkettung von Produktion, Lagerung und Transport. Mit rollenden Zügen, kurvenden Gabelstaplern sowie geschickten Angestellten mit Paletten-Rollis wird ein Bild vom stetigen Warenfluss inszeniert. Die Anstrengungen der SBB waren erfolgreich: 1953 zirkulierten 16000 Paletten in der Schweiz; 1962 waren es bereits eine Million!


Zusatzinfos:

Heute sind diese schweizerischen Paletten Teil der 600 Millionen EPAL-Paletten und somit des grössten Palettenaustauschsystem weltweit. Defekte Paletten werden repariert und wiederverwendet (u.A. zu Möbeln aus Paeltten -> Paletten-Stuhl im Shop erhältlich)

Für unseren Palettenhafen auf der Arena wurden 1832 EPAL- Paletten aus Schweizer Holz verbaut. Holz ist eine erneuerbare Recoure, das wollen wir mit mit den 300 Bäume zeigen, welche gepflanzt wurden und so für das Nachwachsen des Holzes unserer Paletten stehen.

 

 

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