Piccard

Mit dem Angebot „Führung Piccard“ lernen die Besucher mehr über die Pionierprojekte der Familie Piccard kennen. Sie lernen die Familie dahinter kennen und erfahren spannende Geschichten rund um die Objekte.

In der folge erfahren Sie mehr über Auguste, Jacques und Bertrand Piccard, Ihre Projekte und ganz am Ende noch über die Erfolge der weiteren Familienangehörigen.

Die Pionierfamilie Piccard – Neugier, Ausdauer und Respekt

Auguste Piccard 1884-1962
Auguste Piccard war Physiker und Erfinder. 1931 konnte er dank seinem Ballonaufstieg in die Stratosphäre als einer der ersten Menschen die Erdkugel mit eigenen Augen als solche wahrnehmen. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte er den Bathyscaph Trieste, was eine Art U-Boot war. 1953 erforschte er mit seinem Sohn Jacques Piccard mit dem Bathyscaph Trieste das Tiefseeleben. Ausserdem entwarf er das Tauchboot Mésoscaphe PX-8. Des weiteren war er ein Vorbild für Professor Bienlein der Comics „Tim und Struppi“.

 

Jacques Piccard 1922-2008 
Jacques Piccard war ein bedeutender Pionier der Tiefseeforschung. Er war am Projekt Bathyscaph Trieste beteiligt und tauchte 1960 mit Don Walsh zum tiefsten Punkt der Erde. Anlässlich der Landesausstellung 64 in Lausanne liess er das Tauchboot Mésoscaphe PX-8 bauen – das grösste touristische U-Boot der Welt. Dabei führte er das Problem der Umweltverschmutzung der Öffentlichkeit vor Augen.

Bertrand Piccard *1958
Bertrand Piccard ist ein Psychiater und Abenteurer. Als Sohn von Jacques Piccard widmete er sich der Ballonfahrt. Mit dem Kopilot Brian Jones schafte er 1999 mit der Ballongondel Breitling Orbiter 3 die erste Weltumrundung ohne Zwischenlandung. Er brauchte für 45’755 Kilometer 19 Tage, 21 Stunden und 47 Minuten. Mit der Unterstützung von André Borschberg folgte das Projekt Solar Impulse. Er baute ein spezielles Solarflugzeug und flog damit eine Weltumrundung. Zwei Piloten starteten am 9. März 2015 und beendeten den Flug erfolgreich am 26. Juli 2016.

 

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Objekte zu Piccard

 

Weitere Familienangehörige mit Erfolgen

Jules Piccard 1840-1933
Der Vater der Zwillinge Auguste und Jean Felix Piccard war Professor für Chemie an der Universität in Basel.

Paul Piccard 1844-1929
Der Bruder von Jules Piccard war Ingenieur und Professor für Mechanik in Lausanne. Er entwickelte z. B. eine Turbine für das Grosskraftwerk der Niagarafälle und ein Verdampfungsapparat. 1906 gründete er mit Lucien Pictet die erfolgreiche Automarke Pic-Pic (Pictet und Piccard).


Jean Felix Piccard 1884-1963
Der Zwillingsbruder von Auguste Piccard war Chemiker und Professor für Luftfahrttechnik in den USA und unternahm ebenfalls Ballonfahrten in die Stratosphäre. Er ist der direkte „Vorfahre“ von Kapitän Jean Luc Picard der Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“.

Jeannette Ridlon Piccard 1895-1981
Jeannette ist die Ehefrau von Jean Piccard und war die erste brevetierte Ballonpilotin in Amerika. Sie erblickte mit Ihrem Mann lange vor den Astronautinnen als weltweit erste Frau die Erdkrümmung mit eigenen Augen.

 

 

Donald Piccard *1926

Als Sohn von Jean und Jeannette Piccard betreibt er seine Firma „Piccard Balloons“ in den USA. Ausserdem förderte er den Ballonsport als Gründer des „Balloon Club of America“.

Space

Im vergangenen Jahr konnten wir unser Ausstellung zum Thema Weltraum neu eröffnen. Im obersten Stock der Halle Luft- und Raumfahrt begeistert seither die Ausstellung mit neuen Inhalten.

Start in die Ausstellung erfolgt über die Wendeltreppe über dem Wondercave. Space Culture und unsere „Hall of Fame“ machen auf weitere Aspekte „gluschtig“. Oben angekommen gibt uns die „Time Line“ einen umfassenden Überblick, ehe wir die EURECA bewundern, ins „Space Race“ starten, den Mond erkunden, den Weltraum erleben und den Mars anvisieren.

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In der Folge erfahren Sie mehr zu den Schwerpunkten der Ausstellung und ganz am Ende zu einzelnen Objekten:

Schwerpunkte der Ausstellung:

Space Culture
Werke von Dichtern, Malern und Filmemachern liessen uns den Traum von einer Reise zum Mond, fernen Planeten und Sternen zur Wirklichkeit werden.

Hall of Fame
Im Laufe der Jahrzehnte haben Astronauten, Kosmonauten und weitere Exponenten der Raumfahrt das Verkehrshaus besucht. Neil Armstrong, John Glenn, Edgar Mitchell und Charlie Duke hinterliessen einen Handabdruck.

Time Line

  • Am 16. März 1926 geling Robert H. Goddard der erste Start einer Flüssigtreibstoffrakete.
  • Juri Gagarin war der erste Mensch im All (12. April 1961)
  • Am 20. Juli 1968 war die erste Mondlandung.
  • Die erste Raumstation starte am 19. April 1971.
  • Claude Nicollier ist der erste Schweizer im Weltall.
  • Am 2. August 1992 setzte Claude Nicollier die Forschungsplattform EURECA in die Erdumlaufbahn aus.
  • Am 15. Oktober 2003 wird China das dritte Land der Welt, das einen Menschen ins All befördern kann.
  • Am 23. September 2009 startete der Swiss Cube.
  • Die Raumsonde Mangalyaan erreichte am 24. September 2014 die Marsumlaufbahn.

Space Gallery
EURECA ist eine Forschungsplattform der Europäischen ESA. Am 2. August 1992 wurde der „EUropean REtrievable CArrier“ von Schweizer Austronatuen Claude Nicollier ins Weltall ausgesetzt. Sie kreiste 11 Monate um die Erde und wurde am 1. Juli 1993 wieder zurück zu Erde geholt.

SwissCube 1 ist der erste vollständig in der Schweiz gebaute Satellit. Dieser wurde am 23. September 2009 in den All geschossen und ist immer noch im Betrieb. Ziel ist es die funktionierende Kommunikation mit der Erde zu gewährleisten und das Erforschen des Airglow-Effekts.

Space Race
In den 1950er- und 1980er Jahren entbrannte ein Wettlauf zwischen der USA und der UdSSR. Das Rennen um den ersten Satelliten und den ersten Menschen im All gewann die Sowjetunion. Die USA schaffte es dafür, die ersten und bisher einzigen Menschen auf den Mond zu bringen.

Moon exploration
Die Fähre, Lunar Module wurde für die Apollo-Mondlandung benutzt. Die untere Stufe blieb auf dem Mond zurück und die Obere wurde nach dem umsteigen ins Mutterschiff im Mondorbit belassen und stürzte später auf den Mond.

Bei der Mission war das Solar Wind Composition Experiment das einzige schweizerische Projekt. Mit dem Sonnensegel wurden Partikel des Sonnenwindes in einer Aluminiumfolie eingefangen und nach der Rückkehr vom Mond im Labor analysiert.

Buzz Aldrin trug bei der Mondlandung den Apollo-Raumanzug A7L (Replika), welcher von der Firma ILC Dover entwickelt wurde.

Wissenschaftler sind sich einig, dass das Erde-Mons-System durch eine Kollision entstanden ist: Ein etwa marsgrosser Protoplanet kollidierte mit der Proto-Erde, sie streiften sich un schleuderten eine grosse Materiemenge in den Erdorbit. Alle restlichen Trümmer bildeten den Proto-Mond.

Zwei Apollo-17-Astronauten sammelten Mondgesteine ein, und verschenkten es an 135 Nation. Eines der Stücke hat die Schweiz erhalten.

Rocket engineering
Die 110m hohe Saturn V. ist eine der stärksten gebauten Trägerrakete. Der Schub der 3 Stufen brachte das Gefährt auf die Erdumlaufbahn, später zum Mond.

Der Astronomiesatellit TD-1A (Prototyp) sammelte zwischen 1972 und 1974 Informationen über mehr als 60’000 Sternen.

Seit 1979 besitzt die ESA Arianespace, welche mit Trägerraketen „Ariane“ vermarktet wird. Dabei beherrscht diese mehr als die Hälfte der Weltmarktes für Trägerraketen. Ungefähr einmal pro Monat hebt eine Ariane 5 mit Satelliten oder Sonden ab.

Das Triebwerk RZ2 von Roll-Royce ist für flüssigen Sauerstoff und Kerosin. Diese sollte eigentlich die militärische Mittelstreckenrakete Blue Streak antreiben, doch diese wurde nie eingeführt. Stattdessen dienten zwei RZ2-Triebwerke für die Trägerrakete Europa 2.

Die Firma Contraves (heute RUAG Space) schuf die Zenit-Rakete. Diese ist ein kostengünstiger Träger für verschiedenste Höhenforschungsprojekte. In der Startphase erzeugte das Triebwerk einen hohen Schub, bei der längeren Marschphase einen niedriges Schubniveau.

Space transformer
Claude Nicollier ist der erste und bisher einzige Schweizer Astronaut und verbrachte im Rahmen von 4 Raumflügen 42 Tage im Weltraum.

Die Bewegungsfreiheit im Weltraum ist wegen Mangels von Schwerkraft und Reibung eingeschränkt. Bsp: Damit sich Wasser nicht in Kugeln formt und schwebt, muss man Luft in das Innere des Reservoirs pumpen.

Der Kosmonautensitz Kazbek vermindert die Effekte der Beschleunigungs- bzw. Bremskräfte bei Start und Landung. Da die Kosmonauten 6-12 Stunden im Sitz bleiben ist dieser der individuellen Körperform angepasst.

Um die Auswirkungen von Schwerelosigkeit in der ISS zu simulieren, benötigt man eine Random Positioning Machines (PRMs). Pflanzen werden nach dem Zufallsprinzip um zwei Achsen gedreht. Der Effekt auf das Wachstum der Wurzeln ist derselbe wie in der Schwerelosigkeit. Partikeln in einer Flüssigkeit bilden kein Sediment am Boden sondern verteilen sich gleichmässig.

Space activities
Der Raumwandler ist ein begehbarer Würfel, der sich um seine diagonale Achse dreht und dem Gleichgewichtssinn fordert.

Weltraumschrott, auch Space Debris genannt, sind künstliche Objekte in der Erdumlaufbahn (z. B. ausgebaute Raketenstufen, einzelne Teile einer Rakete oder eines Sateliten), welche nicht mehr funktionieren. Nur schon den Einschlag von kleinen Teilen kann verheerend ausfallen. Da sich über 600’000 Teile befinden, ist die Herausforderung gross, diese zu reduzieren oder gar zu verhindern. Die Entwicklung wiederverwendbarer Raketenstufen leistet einen grossen Beitrag.

Mars
Modelle von Mars-Rover wurden von Maxon Lehrlinge hergestellt. Es ist noch unklar, wann die ersten Menschen den roten Planeten erkunden können. Vorerst übernehmen das Rover. Um diesen Traum näher zu kommen wurde ein Prototype eines Marsanzugs gestaltet. Dieser wiegt auf dem Mars nur ein Drittel als auf der Erde. Zudem begleitet den Astronauten einen Roboterwagen, der selbständig Arbeiten ausführen kann.

CHEOPS
Das Weltraumteleskop CHEOPS soll von einer erdnahen Umlaufbahn während dreieinhalb Jahren rund 700 helle Sterne erforschen, von denen klar ist, dass Planeten um sie kreisen. Es ist die erste ESA-Mission, welche die Schweiz leitet. Der Start ist Ende 2018 geplant.

Time & Space

Mit Atomuhren von mindestens 4 Satelliten kann ein Empfänger seine eigene Position bestimmen. Die Atom Wanduhr TIMEstandard  hat im Gegensatz zu anderen Atomuhren ein Display.

 

 

 

 

 

Objekte in der Ausstellung Space

 

NEAT

Die NEAT (Neue Eisenbahn-Alpentransversale) ist seit einigen Jahren das Kernstück der schweizerischen Verkehrspolitik. Sie verfolgt unter anderem das Ziel den Güterverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern und eine Verbesserung für den Personenverkehr zu erreichen. Im Zentrum der NEAT stehen die 3 Basistunnel am Lötschberg, Gotthard und am Ceneri.

Auch für das Verkehrshaus bleibt die NEAT ein zentrales Thema. Deshalb haben wir hier die wichtigsten Informationen und die zentralen Objekte zum Nord-Süd-Verkehr zusammengefasst:

Guides Dossier Führung NEAT

Die Schweiz fliegt

Das Verkehrshaus der Schweiz steht in den Jahren 2018 und 2019 ganz im Zeichen der Luft- und Raumfahrt. Unter dem Motto „Die Schweiz fliegt!“ sind seit dem 27. März 2018 Sonderausstellungen, Events und eine erneuerte permanente Ausstellung zu sehen. Im Rahmen der Eröffnung sendete SRF einen Beitrag: Tagesschau vom 27. März 2018

Text zur Ausstellung im VHS_magazin

Auslöser zur Ausstellung sind diverse Jubiläen, Gedenktage und Ereignisse:

2018: 80 Jahre Stiftung Pro Aero ● 50 Jahre Aerosuisse ● 40 Jahre Tiger, 30 Jahre PC-9, 10 Jahre EC-635, 10 Jahre PC-21 bei der Schweizer Luftwaffe ●  Start CHEOPS-Weltraumteleskop unter Schweizer Federführung 2019: 100 Jahre planmässiger Luftverkehr in der Schweiz ●  100. Todestag von Oskar Bider ●  60 Jahre Pilatus Porter ● 50 Jahre Apollo-Mondlandungen mit Berner Sonnenwind-Experiment ●  40 Jahre Ariane-Rakete mit Schweizer Nutzlastverkleidungen 2020: Typentscheid neues Kampfflugzeug ● 100 Jahre BAZL ●  100 Jahre Flughafen Genf-Cointrin ● 10 Jahre Women Pilots

Neue Schwerpunkte:

Flugzeugantriebe / Gebirgs- und Rettungsluftfahrt (REGA) / Fliegerischer Nachwuchs / Historische Flughäfen / Flugsicherung / Leichter als Luft / die Welt der Swiss / Women Pilots / Baue eine Rakete

Guide Dossier - Die Schweiz fliegt (vor REGA) 100 Jahre Luftfahrt Schweiz (Dossier von 2010)

 

 

 

 

 

 

Objekte in der Halle Luft- und Raumfahrt