Hans Erni Musuem: Alpensinfonie. Der Berg in der Kunst

Alpensinfonie. Der Berg in der Kunst

Sonderausstellung vom 17.03. – 19.06.2022

Anleitung für Betreuende im HEM Dienst + Saaltext

Inhaltliche Schulungen für Mitarbeitende (3 Termine durchgeführt)

Das Motiv des Berges zieht sich kontinuierlich durch das Werk von Hans Erni von frühen gegenständlichen Gemälden aus den 1940er-Jahren bis in das Schaffen der späten Lebensjahre. Grund genug, der Darstellung von Bergen im Hans Erni Museum eine Ausstellung zu widmen. Sie spannt den Bogen von der zunehmenden Erforschung der Gebirge im 18. Jahrhundert über die touristische Erschliessung im 19. Jahrhundert und die wachsende Bedrohung im 20. und 21. Jahrhundert.

Ein Katalog und ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm begleiten die Ausstellung.

Mit Werken von Cuno Amiet, Giorgio Avanti, August Babberger, Flurina Badel und Jérémie Sarbach, Hansjürg Buchmeier, Ruth Buck, Domenico Campagnola, Heinrich Danioth, Hans Erni, Michel Grillet, Ferdinand Hodler, Christopher Lehmpfuhl, Alois Lichtsteiner, Hiroyuki Masuyama, Albert Merz, Bruno Müller-Meyer, Leta Peer, Boris Rebetez, Patrick Rohner, Michel Roth, Stefan Rüesch, Jules Spinatsch, Andri Stadler, Reinhard Voigt, Andy Warhol, Caspar Wolf, Bernd Zimmer und anderen.

Ferdinand Hodler (1853 – 1918); Sulegg, 1906, Privatbesitz, © Foto: Serge Hasenböhler, Basel

Broschüre als pdf

2022_Broschuere Alpensinfonie Hans Erni Museum

„Panta rhei“. Lernende reagieren auf Hans Ernis Wandbild

Sonderausstellung:
„Panta rhei“. Lernende reagieren auf Hans Ernis Wandbild

Dauer: 07.05.2021 – 12.09.2021

 

 

 

‹Panta rhei – Alles fliesst, alles ändert sich!› So nannte Hans Erni 1978 sein grossartiges Wandbild mit den Porträts von europäischen Denkern und Forschern von der Antike bis heute im Audi­to­rium seines Museums. Unter den Dargestellten finden sich Philosophen wie Platon, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Nietzsche, aber auch Theologen wie Augustinus und Martin Luther oder Naturwissenschaftler wie Galileo Galilei, Isaac Newton, Sigmund Freud und Albert Einstein.

Lernende der Fachklasse Grafik des Fach- und Wirtschaftsmittel­schul­zentrums Luzern beschäftigten sich letztes Jahr intensiv mit diesem Kunstwerk und stellten dem Wandbild ihre eigene Galerie von Identifikationsfiguren gegenüber.

Sie entwarfen Plakate und Zeitungen über selbst gewählte, bedeutende Persönlichkeiten wie die Urmutter Eva, die Physikerin Marie Curie, den Schriftsteller und Piloten Antoine de Saint-Exupéry oder die Künstlerin Yoko Ono.

Dana Tanaka-Lingg: Plakat Eva, 2020, Copyright 2021 Künstlerin

Dabei ist es interessant ist zu sehen, welche Biografien und Aspekte aus Sicht der Jugendlichen gewählt und visualisiert wurden. Eines jedoch haben die unterschiedlichen Persönlichkeiten gemeinsam: nämlich die Fähigkeit, Nor­men zu brechen und neue Ideen zu entwickeln, an diese zu glauben und sie mit Durchhalte­willen – auch gegen grosse Widerstände – durchzusetzen. In der Ausstellung im Hans Erni Museum werden die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung gezeigt.

Begleitheft im VHS Shop für CHF 5 erhältlich; Zeitschriften und Plakate können erworben werden über Sekretariat Fachklasse Grafik, Frau Chantal Fischer, T. 041 228 58 65, chantal.fischer@edulu.ch

 

Ausstellung und Publikation mit freundlicher Unterstützung der Arthur Waser-Foundation, Hans Erni-Stiftung, Luzern und der Luzerner Zeitung

Frühe Denker_Griechische Klassik

 

Knie auf Reisen

Logistische Meisterleistung des Schweizer National-Circus

Jedes Jahr von März bis November ist der Schweizer National-Circus Knie auf Tournee und besucht dabei rund 30 verschiedene Spielorte im ganzen Land. Die Verlagerung ist ein Lehrstück in Sachen effizienter und speditiver Logistik: 1’400 Tonnen Ausrüstung, darunter Kassen- und Gerätewagen sowie Traktoren, werden dabei jeweils auf Eisenbahnwagen (hier Niederbord-Güterwagen M6) verladen und reisen, verteilt auf zwei Güterzüge von bis zu 450 Metern Länge, an den nächsten Ort. Zum Aufbau der gesamten Infrastruktur, die etwa 30’000 Quadratmeter belegt, sind rund 100 Mitarbeiter und viel Muskelkraft notwendig.

Aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Schweizer National-Circus“ ist hier der historische Wohnwagen Nr. 29 von Margrit Knie-Lippuner (1897-1974) auf einem Eisenbahn-Flachwagen ausgestellt. Die Grossmutter von Fredy Knie jun. und Rolf Knie jun. empfing darin auch prominente Gäste wie Charlie Chaplin. Zuvor soll der Unternehmer Louis Favre diesen Wagen beim Bau des Gotthard-Eisenbahntunnels genutzt haben.

Der Wohnwagen wird ergänzt durch ein eindrückliches Grossmodell der gesamten Zirkusanlage und durch Reproduktionen von Plakaten, die Hans Erni für Knie schuf.

Im Hans-Erni-Museum hier auf dem Gelände des Verkehrshauses sind Originalentwürfe und -Plakate von Hans Erni zu sehen.

 

Themeninsel-Stele Knie d_f_it_eng

Objektanschrift Direktions-Wohnwagen Knie d_f_it_eng

SBB und Familie Knie taufen Zirkus-Lokomativen

Hans Erni und Paul Jaray

… waren Freunde und Nachbarn

… Paul Jaray entwickelte das totpunktlose Niederrahmen-Fahrrad „J-Rad“. Das Fahrrad war kraftsparend jedoch wegen seiner Form kein Hit. Aufgrund von Materialfehlern gab es Todesfälle und die Produktion wurde 1923 eingestellt.

J-Rad

… Ausserdem erfand Paul Jaray das Flugzeug „Zepp C-2“ welches eine günstige aerodynamische Form hatte. Zuerst wurde es aus Holz und später aus Metall hergestellt. 

Modell des Zepp C-2

… Paul Jaray konstruierte und patentierte stromlinienförmige Autos, welche auf den Strassen weniger Staub aufwirbeln sollten. Zu den hier ausgestellten Tatras lieferte er Windkanalmodelle.

Tatra T97

… neben den Tatras sind Werke von Hans Erni ausgestellt. Stilistisch gehören diese Werke zur „konkreten Kunst“ welche auch „konstruktive Kunst“ genannt wird und man kann die Inspiration von Jaray’s Stromlinienmodellen erahnen.

… 1932 liess sich Paul Jaray gegenüber von Hans Erni in Luzern nieder. Sie haben sich von Fenster zu Fenster unterhalten, die Werkstätte des anderen besucht und sich über neue technische Erkenntnisse ausgetauscht.

… Hans Erni war der Testpilot von Paul Jaray erfundenen Torpedo-Boot auf dem Vierwaldstättersee Testfahrten.

Text von Alfred Waldis zu Jaray und Erni

Artikel „Erni trifft Jaray“ im VHS-Magazin 18/32

Die Ausstellung befindet sich im EG des HEM.
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