Alfred Waldis – erster Direktor und Visionär

In der Ausstellung: Vitrine Eingangshalle (mit Video Testfahrt Dufeaux 1905) / Vitrine Halle L&R (vor den Luftschiffen) / passsend Film über die Anfänge 1. OG SST Rigi

Passende Objekte aus seiner Zeit zu seinem Credo „lebendiges Museum“: UG L&R Simulator / SST: Schleusenmodell /SV: Dufeaux 1905) Schienenverkehr: Brüniglok

Im Shop erhältlich: neu erschiene Biografie: „Alles was rollt, schwimmt und fliegt – der Visoniär Alfred Waldis und das Verkehrshaus der Schweiz“

Interview über Alfred Waldis(pdf)
mit der Biografin Trudi von Fellenberg-Bitzi(pdf):
VHS_Magazin_49_D_WEB_Waldis_Bio

Eine kurze Geschichte der Elektromobilität

Jean-Luc Rickenbacher hat für den Blog des Nationalmuseums einen spannenden Beitrag zur Elektromobilität geschrieben:  Eine kurze Geschichte der Elektromobilität

Es lohnt sich!

Er schreibt dabei über einige Objekte / Themen in unserer Ausstellung. Hier ein paar Links zu weiteren Infos dazu auf dieser Site:

Skript der Führung Alternative Antriebe

Tramway Vevey-Montreux Chillon

Bahnen unter Strom ein Beitrag von Claudia Herrmann im Verkehrshaus Magazin

Krokodil (Elektrische Güterzugslokomotive Be6/8 II)

Johan Albert Tribelhorn (MuseumPlus Eintrag)

Elektromobil Horlacher (MuseumPlus Eintrag)

Tour de Sol Spirit of Biel/ Bienne III > bei uns das Solarfahrzeug Plattner Undo (MuseumPlus Eintrag)

Solar Impulse

Bahnwärterhaus

Link zum pdf

Anschrift Arena_Bahnwärterhaus_DEF

 

Legende:

Eine Barrierenwärterin um 1944.

Audio-Text

Der Zug rasselt an der Barrierenwärterin vorüber, und wir sehen die Frau, die wartend und beobachtend mit ihrer gesenkten roten Fahne innerhalb der Schranken, neben ihrem Wärterhaus steht. Tausende von Zügen ratterten an unseren Barrierenwärterinnen vorüber.

 

Die Barrierenwärterin Martha Hager erzählt im Kriegsjahr 1944 über ihren Dienst:

„Ich stehe morgens um 3 Uhr 15 auf und beginne meinen Dienst um 3 Uhr 40. Meine verdunkelte Bahnlaterne nehme ich zur Hand und schreite in den frühen Morgen hinaus. Um diese Zeit ist noch kein Mensch unterwegs. Ich hole den Schlüssel aus dem Versteck hervor und schliesse die Türe der Wärterbude auf. Hernach ziehe ich das Glockensignal auf. Ein Blick in das Tagebuch vergewissert mich, ob die Ablöserin, die bis um Mitternacht Dienst machte, einen Extrazug eingetragen hat. Der erste Zug, ein Güterzug, gibt an. Dreimal ertönt die Glocke. Ich schliess die Schranken. Es kommt vor, dass dieser Zug, der oft sehr lang ist, glühende Räder hat, denn es ist ziemlich viel Gefäll. Das muss der nächsten Station telefonisch mitgeteilt werden. Ist dieser Zug vorbei, dann darf ich für eine Stunde heim.

Mit Beginn der Morgendämmerung mehrt sich der Verkehr. Da kommen Graswagen. Die Arbeiter fahren mit Velos herbei. Später erscheinen die Milchfuhrwerke.

Die Mittagspause dauert eine Stunde. Da darf ich heimgehen, um mein Mittagessen zu kochen. In der Mittagsstunde besorgt die Ablöserin meinen Dienst. Um 15 Uhr 40 habe ich Feierabend.

Trotz öfterer Unnahnnehmlichkeiten, die unser Beruf mit sich bringt, möchte ich diesen um keinen Preis missen. Ich bin glücklich, dass ich ihn bis heute in guter Gesundheit und ohne Aussetzen versehen durfte.

Martha Hager, Schüpfen.“

Ausstellung „Durchgangsbahnhof Luzern“ bis Ende August im Stadthauspark Luzern

Zur Info bei Kundenfragen:
Für alle Gäste, welche die Ausstellung zum „Durchgangsbahnhof Luzern“ besuchen möchten.
Diese Ausstellung ist nicht bei uns sondern

seit Montag, 20.6. bis Ende August im Stadthauspark Luzern (Innenhof Stadthaus) öffentlich (gratis) zugänglich

Weitere Infos hier

 

(gem. Projektleiter Kommunikation<www.stadtluzern.ch/_rte/person/53734> Stadt Luzern Herr Urs Dossenbach).
Bitte diese Information an K-, B- V-, T-Dienst weitergeben.
Vielen Dank

Liebe Grüsse

Peter Krummenacher Tages- und Teammanager

175 Jahre Schweizer Bahnen / Update 13.05.22

Empfohlener Route für Individualgäste und Führungen:
Becken (Kutsche) > Bahnwärterhäuschen > Sch 3 (Anfänge) > SCH 2 (Gegenwart + Zukunft)

Einführungsrundgänge für alle Mitarbeitenden: 21.5. + 23.5.

Angebot / Veranstaltungen zum 175 Jahre Schweizer Bahnen –Jubiläum:
(Infos Internet 12.5.)

Neue Ausstellungsteile gem. Website:

  • Modelle der Spanisch Brödli-Bahn
  • Fallblattanzeige
  • Eine Vielzahl an Plakaten von 1847 bis in die Gegenwart
  • Digitale Karte der Entwicklung des Bahnliniennetzes
  • Ausrüstungsgegenstände des Bahnpersonals von früher bis heute
  • Objekte zum 50-jährigen Jubiläum von InterRail
  • Originales Bahnwärterhäuschen
  • Innovationen und Zukunftsprojekte: Zwei Hyperloop-Pods von der ETH Zürich und der ETH Lausanne (EPFL) aus dem Jahr 2019.

 

Hintergrundinformationen:

Plan Themenübersicht 175 Jahre SBB (neue Insel)

Guide Dossier Führung 175 Jahre SBB (alle folgenden Links sind auch im Dossier)

Handapperat im Dokuzentrum

Spanisch Broedli Bahn

Anfänge der SBB (Zusammenstellung von Heiri Steffen / ergänzt und angepasst twa)

Geschichte der Halle Schienenverkehr (Artikel von Claudia Herrmann)

(Altes Guide Dossier Führung NEAT)

Themenübersicht_175 Jubi_V3

Spanisch Brödli Bahn / Dampflok D 1/3 (2 A), Nr. 1, Limmat

Nachbau der Spanisch-Brödli-Bahn/ Massstab 1:3
Dampflok D 1/3 (2 A), Nr. 1, Limmat, mit Schlepptender, der SNB,

1847 enstand zwischen Baden und Zürich die erste Schweizer Eisenbahn. Sie wurde im Volksmund rasch zur «Spanisch-Brödli-Bahn», weil die Badener Spezialität frühmorgens in grossen Mengen im Zug transportiert wurde und so noch backwarm in Zürich ankamen.

Die neu gegründete Schweizerische Nordbahn (SNB) konnte sich mit der Spanisch-Brödli-Bahn einer Bestellung der Württembergischen Eisenbahn bei der Maschinenfabrik Kessler in Karlsruhe anschliessen. Dort war der spätere Bergbahnpionier Niklaus Riggenbach technischer Leiter. Er begleitete die nach amerikanischem Vorbild gebauten Loks nach Zürich.

Infos von Baden Tourismus zur Spanisch Broedli Bahn

weitere Infos von Baden dazu auf http://www.spanischbroedli.ch/

Spanischbroedli_Baden

Fakten aus MuseumPlus

Wording Gotthardbahn-Modell

Im Rahmen der 175 Jahrfeier der Schweizer Bahnen wurden mir mehr Nachfragen nach Gotthardbahn-Modell gemeldet. Hier unsere Antwort von Olivier Burger:

„Das Gotthardbahn-Modell bleibt erhalten. Es gehört dem Verkehrshaus und ist Teil der Sammlung. Zurzeit ist es in einer Holzkiste verpackt  in einer Halle in Bleienbach zwischengelagert.“

 

Medienmitteilung von September 2020

Anfänge der Schweizer Bahnen

Die wichtigsten Veränderungen auf einer Liste (mit Links zu den Illustrationen wie unten)

1846 1846
1853
1856 1856
1857 1857
1858 1858
1859 1859
1871 1871
1880 1880
1882 1882
1890 1890
1898 1898
1901 1901
1902 1902
1903
1917 1917

1846

  • Gründung der Schweizerischen Nordbahn (SNB) mit dem Ziel, eine Eisenbahnlinie Zürich-Aarau-Basel zu erstellen.
  • Die erste Srecke der SNB war von Zürich nach Baden.

Plakat der SNB

1853

  • Die Firmenbezeichnung Schweizerische Nordbahn (SNB) wurde in Nord-Ost-Bahn (NOB) umgewandelt mit dem Ziel, Zürich mit dem Bodensee zu verbinden.
  • Gründung der Schweizerische Centralbahn (SCB) in Basel mit dem Ziel, sofort Eisenbahnlinien zu bauen.

1856

  • Die NOB erreicht die Strecke Romanshorn.
  • Die SCB erreicht die Strecke Basel-Bern.
  • Die Strecke Yverdon-Morges wurde von der Ouest-Suisse als erste Strecke in der Romandie eröffnet.

Bahnhof in Morges mit einem wartenden Zug der Ouest-Suisse

1857

  • Gründung der Vereinigte Schweizerbahnen (VSB). Es ist ein Zusammenschluss aus mehreren, kleinen, lokalen Gesellschaften mit dem Ziel, eine Eisenbahnlinie Winterthur-St. Gallen-Rorschach zu erstellen.
  • Die SCB erreicht die Strecken Basel-Biel und Basel-Baden (Anschluss Zürich)
  • Die NOB erreicht die Strecke Schaffhausen.

eiserne Thurbrücke / Strecke Winterthur-Schaffhausen

1858

  • Die NOB erreicht Aarau.
  • Die SCB erreicht die Strecke Basel-Luzern.
  • Die VSB eröffnet die Strecken Wallisellen-Uster-Rüti und Chur-Sargans-Rorschach.

Zug der SCB auf der Strecke: Chur-Sargans-Rorschach.

 

1859

  • Die VSB eröffnet die Strecke Rüti-Ziegelbrücke-Glarus
  • Die SCB legte Olten als Betriebsknoten für Hauptwerkstätten, etc. fest. Allein bis 1890 wurden in dieser HW 53 Loks von Riggenbach erbaut.

Bahnhof Olten um 1860

1871

  • Gründung der Gotthardbahn (GB) durch Deutschland, Italien und Schweiz.

Erinnerungsblatt an den Bau und die Eröffnung der GB. Oben sind Alfred Escher und der Tunnel­bauer Louis Favre abgebildet, darunter der Vorstand der GB-Gesellschaft

1880

  • Die NOB konnte die in Konkurs geratene Nationalbahn ersteigern.

Logo der Nationalbahn

1882

  • Die GB nahm den durchgehenden Betrieb Immensee-Chiasso auf

Streckennetz von Immensee nach Chiasso

1890

  • Gründung der Jura-Simplon. Es ist ein Zusammenschluss von SOS (Suisse-Occidentale-Simplon) und JBL (Jura-Bern-Luzern-Bahn) die ihrerseits auch wieder aus dem Zusammenschluss von „Kleinstgesellschaften“ entstanden.
  • Trotz ursprünglich vieler uneinheitlicher Loktypen (viele französische Bauarten) hat die JS eine grosse Einheitlichkeit im Lokbau durchgesetzt. Es wurde mit Rücksicht auf die z.T. langen Steigungen praktisch nur noch Verbundlok beschafft.

Werbeplakat der Jura-Simplon

1898

1901

  • Seit der Gründung der NOB und bis 1901 wurden 300 Loks beschafft. Bis 1857 30 Loks aus Deutschland, ab 1876 nur noch von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) erbaut. Die gesamte Streckenlänge vor dem Rückkauf der Eidgenossenschaft betrug 771 km.

Die Güterlok E 2/2 gehörte der NOB

  • Seit der Gründung der VSB und bis 1901 wurden ca. 90 Loks beschafft. Diese stammten vorwiegend aus Deutschland (Sächsische Maschinenfabrik Chemnitz, Krauss München, Maschinenfabrik Esslingen). Die gesamte Streckenlänge vor dem Rückkauf der Eidgenossenschaft betrug 260 km.

Güterlok von der VSC gebaut

  • Seit der Gründung der SCB und bis 1901 wurden ca. 250 Loks beschafft. Bis 1875 stammten viele aus Esslingen und Mühlhausen. Die gesamte Streckenlänge vor dem Rückkauf der Eidgenossenschaft betrug 397 km.

Güterzuglok D 3/4 Nr. 127, gebaut von der SCB

1902

  • Rückkauf der Schweizerische Centralbahn (SCB), der Schweizerischen Nordostbahn (NOB) und der Vereinigten Schweizerbahnen (VSB) durch die Eidgenossenschaft (SBB)
  • Die gesamte Streckenlänge der Jura-Simplon (JS) vor dem Rückkauf der Eidgenossenschaft betrug 940 km.

Streckennetz der JS

1903

  • Rückkauf der Jura-Simplon durch die Eidgenossenschaft (SBB)
  • Die Streckenlänge der SBB beträgt nun etwa 2‘400 km.
  • Es standen der SBB rund 780 Dampflokomotiven zur Verfügung, davon waren gut 400 Loks total veraltet und zu wenig leistungsfähig. Diese mussten raschmöglichst ersetzt werden.

1917

  • Die junge SBB (Schweizerische Bundesbahnen) beschaffte ab 1903 bis 1917 rund 550 neue Dampflokomotiven. Alle wurden durch die SLM in Winterthur erbaut.

Lokomotive B 3/4 von der SLM erbaut

 

1 2 3 4